Outback Tour und Ankunft in Darwin

Hallo ihr alle!

Wir sind nach langer Fahrt gesund und munter in Darwin angekommen und haben hier jetzt auch wieder die Moeglichkeit laengere Zeit ins Internet zu gehen.

Auf unserer Tour im Outback haben wir sehr viel spass gehabt und viel erlebt, vor allem aber haben wir die australische Wueste hautnah gespuert. Unsere Tour ging in Townsville Richtung Landesinnere los, wo wir die erste Nacht auf einer Raststaette campten. Wir waren zwar noch nicht ganz im beruechtigten Outback, aber man merkte schon, wie sich die Landschaft langsam veraenderte und es trockener wurde. Es kamen ein paar grosse Gottesanbeterinnen und Grashuepfer an unser Camp und am Morgen machte eine Spinne an unserer Autotuer Anna wieder mal ein bischen nervoes.

Auf der naechsten Tagesstrecke kamen wir dann in der Wueste an. Viele andere Backpacker hatten uns schon vorher erzaehlt, im Outback gaebe es wirklich nichts, aber was soll man sich darunter schon vortstellen? Da kann doch nicht einfach "Nichts" sein, dachten wir - zumindest so lange bis wir wirklich da waren. 

Das Outback bietet ausser kleinen Bueschen, Steppe, vereinzelten Baeumen und Steinen wirklich nichts. Je weiter wir fuhren veraenderte sich die Landschaft wenig, die Temperatur hingegen stieg rapide an! Wir fuhren Tagesstrecken von ca. 400 Kilometer und stoppten oft an kostenlosen Raststaetten, teils ohne fliessendes Trinkwasser, oder uebernachteten auf guenstigen Campingplaetzen, die uns den Luxus einer Dusche boten.

Die interessantesten Stopps hatten wir in:

Mount Isa, einer grossen Stadt mitten im Outback, die von einer riesigen Miene mit gewaltigen Schornsteinen dominiert wird.

 Cammoweal, einem kleinen Ort mit Tankstelle direkt vor der Grenze Queensland/Northern Territory, wo wir in dem Dorfpub ein paar nette Cowboys kennenlernten, die uns zum Bullenreiten und Wildschweinejagen einluden. Dankbar lehnten wir ab, da keiner von uns gerne ein Schwein mit dem Messer toeten oder vom Bullen fallen wollte und fuhren am naechsten Morgen weiter.

Tennant Creek, wo wir auf einem Campingplatz uebernachteten, auf dem ein ehemaliger Goldsucher eine Show vorfuehrte und wir Tee aus Bushpflanzen und im Feuer gebackenes Brot probieren konnten.

 

Von Tennant Creek aus ging es dann zu den "Devil's Marbles", das sind riesige Steinbrocken, die einfach so in der Wueste herumliegen (Fotos kommen bald!). Wir machten viele Fotos und kletterten auf den groessten Felsen, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Peter und Ilona entschlossen sich, die Nacht oben auf dem Felsen zu schlafen und trugen ihre Matratze bis ganz nach oben auf unseren vorherigen Aussichtsplatz. Wir schliefen im Auto. Nachts um 3 wurden wir von Peter geweckt, der sagte das Ilona von einem giftigen Tausedfuessler gebissen worden war. 10 Minuten spaeter fuhren die beiden mit ihrem Auto ins Krankenhaus und kamen erst am naechsten Morgen wieder. Erleichtert erzaehlten sie uns, das es nichts lebensbedrohliches sei, die Schmerzen nur sehr doll werden koennten. Ilona hatte Tabletten und eine Salbe bekommen.

Danach machten wir uns auf den Weg nach Darwin. Wir fuhren in den Kakadu Nationalpark, der auf der Strecke lag und konnten uns dort ein paar Aboriginee Felsmalereien ansehen. Ansonsten liegen die Hauptattraktionen des Parks, wie z.B. die grossen JimJim Wasserfaelle auf Strecken, die man leider nur mit einem Allradfahrzeug erreichen kann.

Letzendlich kamen wir dann auch hier in Darwin an. Wir hatten ein bischen Pech mit unseren Hostels, denn im ersten waren ueberal im Zimmer die "Bedbugs" und wir mussten alle unsere Sachen in einer Spezialloesung waschen, da sie in unsere Rucksaecke gekrochen waren. Bedbugs sind kleine braune Kaefer, die in den Betten wohnen und einen ganz uebel stechen koennen, so das der ganze Koerper juckt. Zum glueck haben wir sie vor dem Schlafengehen gesehen und dann im Auto geschlafen. Das Geld fuer die Waesche und die Uebernachtung wurde uns zum Glueck vom Hostel bezahlt. Trotzdem viel Stress, da der Hostelmanager sehr unfreundlich war.
Gestern waren wir also sehr gluecklich aus diesem Hostel auszuziehen und fanden auch schnell eine andere Unterkunft. Hier war alles viel sauberer und angenehmer und wir entschlossen uns unueberlegt fuer ein Zimmer mit Ventilator anstatt Klimaanlage (aufgrund des Preises). Letzte Nacht war es deshalb auch einfach nur furchtbar! Das Zimmer hat keine Fenster (!) und der Ventilator ist laut und man hat wirklich das Gefuehl sich davon zu erkaelten, waehrend man in der stickigen Luft ohne das Ding kaum Luft holen kann. Horror!

Heute haben wir dann umgebucht und nun ist unser Zimmer klasse! Klimaanlage und Fenster! JUHU! Gerade sind draussen auch gute 33 Grad mit einer wahnsinnigen Luftfeuchtigkeit - einer der Gruende warum wir gerade im Internet sind. Heute Abend gehen wir irgendwas schoenes machen, da Peter ja auch in knapp zwei Wochen schon wieder nach Hause fliegt und wir dann ja wahrscheinlich schon gar nicht mehr in Darwin sind...

Wir halten euch auf jeden Fall auf dem laufenden! Bis dann und wie immer viele Gruesse und Kuesse!

Anna und Andreas 

Hier noch ein paar Fotos:

Andreas noch am Strand von Townsville

Das ist alles was man im Outback sieht. Vor uns nur das Auto der anderen vier.

Die ganze Landschaft ist verbrannt von der Sonne.

 

Die beruehmtesten Steine der Devils Marbles.

Nochmal die Devils Marbles

Karina, Rob, Andreas, Peter, Ilona und ich auf den Marbles.

Der Pub in Daly Waters soll der aelteste im Northern Territory sein 

Anna im Daly Waters Pub mitten im Outback. Viele Backpacker und Reisende lassen irgendein Erinnerungsstueck da. Wir haben uns mit einem Foto verewigt.

Andreas und Peter finden in der Naehe von Mataranka ein Kanu und drehen gleich mal eine Runde auf dem Fluss in dem hoechste Krokodilgefahr herrscht. Wenn man genau hinschaut sieht am auch eins im Hintergrund.

Zutrauliche Wallabies essen unsere Haferflocken auf

Auf unserer Wanderung zu den edith Falls kamen wir bei dem Fluss vorbei

Von der Klippe sind wir heruntergesprungen

Die beruehmten Malereien der Aboriginies im Kakadu National Park

27.9.07 09:27

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(27.9.07 09:44)
Toll wieder etwas von Euch zu hören. Wir haben hier in Bielefeld oft an Euch gedacht und uns Gedanken darüber gemacht wie es Euch im Out Back so ergeht. Was macht Ihr dann eigendlich wieder im langweiligen Deutschland. Im Augenblick erlebt Ihr ja so viele spannende Dinge, dass man ja ganz neidisch wird. Vor allem beneide ich Euch um das warme Wetter. Wir telefonieren dann demnächst mal wieder. Viele Grüße von Jochen, Armin, Sarah und Helga.


Steffi (3.10.07 22:38)
Hi ihr habt wirklich lange nichts mehr von euch hören lassen. Schön das es euch gut geht.
Anna es gibt so viel zu erzählen, du fehlst mir echt.
Lasst es euch gut gehen und vertragt euch ;-)
Sagt mal bescheid, wann ihr ungefähr zurück kommt.
Ganz dicken Kuss Steffi

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